Magnetfelder sind überall
Die Erde selbst ist von einem Magnetfeld umgeben, an dem sich Zugvögel und viele andere Tiere orientieren. Auch der Körper erzeugt eigene elektrische Signale – beim Herzschlag oder bei jeder Muskelbewegung.
Woher die Technologie kommt, wie sie auf Zellebene wirkt und was die Forschung dazu sagt. Ehrlich, verständlich und mit Quellen.
PEMF steht für „Pulsed Electromagnetic Field“, also pulsierendes elektromagnetisches Feld. Gemeint ist ein Magnetfeld, das in einem festgelegten Rhythmus an- und abschwillt. Erzeugt wird es durch Strom, der in kurzen Impulsen durch eine Spule fließt – bei HIPPOFLOW durch die Schlaufe.
Die Erde selbst ist von einem Magnetfeld umgeben, an dem sich Zugvögel und viele andere Tiere orientieren. Auch der Körper erzeugt eigene elektrische Signale – beim Herzschlag oder bei jeder Muskelbewegung.
Ein Dauermagnet erzeugt ein statisches Feld. PEMF dagegen verändert sich ständig – und genau diese Veränderung ist entscheidend: Ein sich änderndes Magnetfeld kann im Gewebe feine elektrische Ströme anregen, ohne Elektroden und ohne Hautkontakt.
Frequenz – wie oft das Feld pro Sekunde pulsiert (Hz).
Intensität – wie stark das Feld ist.
Pulsform – wie ein einzelner Impuls verläuft.
Zusammen ergeben sie einen Modus. HIPPOFLOW arbeitet im Bereich von 1 bis 15 Hz.
Was PEMF nicht ist: keine Elektrotherapie (es fließt kein Strom über Elektroden ans Pferd), keine Wärmetherapie (das Gewebe wird nicht nennenswert erwärmt) und keine Strahlung im Sinne von Röntgen oder Radioaktivität – PEMF arbeitet mit sehr niederfrequenten Feldern.
Um zu verstehen, warum PEMF erforscht und eingesetzt wird, lohnt sich ein Blick in die kleinste Einheit des Körpers: die Zelle.
Jede Zelle hat an ihrer Membran eine elektrische Spannung – das Membranpotenzial. Es ist wichtig für den Stoffaustausch: Nährstoffe hinein, Stoffwechselprodukte hinaus.
Nach intensiver Arbeit, mit zunehmendem Alter oder in Phasen hoher Belastung kann sich dieses Gleichgewicht verschieben. Die Zelle arbeitet weniger effizient.
Pulsierende Magnetfelder können im Gewebe schwache elektrische Ströme anregen. Die Forschung untersucht, wie sie den Ionenaustausch, die Mikrozirkulation und den Zellstoffwechsel beeinflussen.
Unterstützung der natürlichen Regenerationsprozesse – und Entspannung: Viele Pferde reagieren sichtbar mit Abkauen, Kopfsenken und ruhiger Atmung.
Wichtig: PEMF ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Lahmheit, Verletzungen oder Erkrankungen gehört Ihr Pferd zuerst in tierärztliche Hände. HIPPOFLOW kann dann – in Absprache – ein sinnvoller Begleiter sein.
Die Idee, den Körper mit Magnetfeldern zu unterstützen, ist alt. Die moderne PEMF-Forschung beginnt jedoch erst im 20. Jahrhundert.
Erste wissenschaftliche Untersuchungen zu elektrischen Signalen in Knochen und Gewebe.
Forscher entwickeln PEMF-Geräte für die Humanmedizin.
Quelle: Rajalekshmi & Agrawal, 2024Die US-Behörde FDA lässt PEMF zur Unterstützung bei verzögerter Knochenheilung zu.
Quelle: Cadossi et al., 2020Die Raumfahrtforschung beschäftigt sich mit Magnetfeldern, weil Astronauten außerhalb des Erdmagnetfelds Muskel- und Knochenmasse verlieren. Am Johnson Space Center entsteht ein PEMF-Verfahren zur nicht-invasiven Unterstützung von Knorpelgewebe.
Quelle: NASA Technology Transfer, MSC-TOPS-96PEMF wird im Spitzensport, in Physiotherapiepraxen und zunehmend in der Veterinärmedizin eingesetzt.
Entwicklung eines hochenergetischen PEMF-Systems speziell für Pferde – in Sandhausen bei Heidelberg.
Damit Sie sich selbst ein Bild machen können: eine Auswahl wissenschaftlicher Arbeiten zu PEMF – aus der Veterinär- und der Humanmedizin, kurz zusammengefasst.
Die Studien beziehen sich auf PEMF allgemein und nicht auf HIPPOFLOW. Ergebnisse lassen sich nicht pauschal übertragen.
Fakt: Statische Magnete und PEMF sind verschiedene Dinge. Erst durch das Pulsieren entsteht ein sich änderndes Feld, das im Gewebe wirken kann.
Fakt: Nein – und wer das behauptet, sollte Sie skeptisch machen. PEMF kann natürliche Prozesse unterstützen. Es ersetzt weder Tierarzt noch Training oder gutes Management.
Fakt: Nicht unbedingt. Entscheidend ist das passende Zusammenspiel aus Frequenz, Intensität und Dauer. Deshalb arbeitet HIPPOFLOW mit zwei abgestimmten Modi.
Fakt: Es fließt kein Strom ans Tier, und das Gewebe wird nicht nennenswert erwärmt. Wie bei jeder Anwendung gibt es Situationen, in denen Sie HIPPOFLOW nicht einsetzen sollten – diese Gegenanzeigen finden Sie auf der Innenseite des Kofferdeckels.
Fakt: Viele Pferde zeigen schon bei der ersten Anwendung Entspannungszeichen. Manche brauchen ein paar Anwendungen, um sich daran zu gewöhnen.
Fakt: HIPPOFLOW ist dopingfrei und ADMR-konform. Im Competition-Modus liegt die Feldstärke innerhalb der FEI-Vorschriften.
Schritt für Schritt erklärt – von der ersten Anwendung bis zum passenden Rhythmus für Ihr Pferd.